Nikolaus Lindner

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Nikolaus Lindner (auch Niklaus, Niclaus, Lindener), der am 8. Juni 1511 verstorbene Arzt aus Breslau.

Nikolaus Lindner, Doktor der Philosophie und Medicin, ein wegen seiner glüklichen Kuren sehr berümter Arzt in Breslau, starb nach dem Zeugniss seiner Grabschrift, die in der Kirche zu St. Barbara so wol in Prose als Versen sich befindet, wo sein Leichnam beerdiget worden, den 8. Juni 1511. Schrieb der Breslauer Historiker Samuel Beniamin Klose Ende des 18. Jahrhunderts in einer kurzen Notiz unter dem Jahr 1511(Klose 1847, 380), und das ist im Grunde alles, was wir über Nikolaus Lindner wissen. Der Autor der zitierten Worte stützte sich möglicherweise nur auf verschwundene Inschriften des Epitaphs. Die Aussage über den Ruf des Doktors der Philosophie und Medizin aufgrund seiner Wirksamkeit in der Behandlung (ein wegen seiner glüklichen Kuren sehr berümter Arzt in Breslau) kann nur eine formale Erwähnung ohne Quelle sein, denn eine Person, die ein wunderschönes Epitaph besitzt, zwar nicht in der Kirche, sondern in der Neben- und Friedhofskirche, hob sich laut dem Historiker des 18. Jahrhunderts sicherlich in ihrem Beruf hervor. Die klare Individualisierung der Gesichtszüge von Nikolaus (ein Mann mit einem Rosenkranz, der links kniet) im Vergleich zur schematischen Darstellung der Mitglieder seiner Familie und der Heiligen zeigt, dass es sich um ein Porträt handelt.

Wir wissen also, wie Doktor Nikolaus Lindner aussah, aber wir wissen nichts über ihn außer seinem Namen, Beruf und Todesdatum. Auf dem Gemälde sind zwischen ihm und seiner Frau ihre Wappen zu sehen. Das Wappen seiner Frau (rechts) ist das Emblem einer bekannten schlesischen Familie Sachenkirch, auch Zacharias, Czachris, Czacheris, Sacherwitz genannt.

Literatur

  • Braune Heinz, Kloss Ernst, Wiese Erich. Schlesische Malerei und Plastik des Mittelalters : kritischer Katalog der Ausstellung in Breslau 1926. Leipzig: 1929, poz. 205, tabl. 226. (cBW 41)
  • Burgemeister Ludwig, Grundmann Günter Die Kunstdenkmaler der Stadt Breslau im Auftrage des Niederschlesischen Provinzialverbandes. Bd 2. Breslau: 1933, s. 166. (cBW 5)
  • Dobrzeniecki Tadeusz. Malarstwo tablicowe. Katalog zbiorów Muzeum Narodowe w Warszawie. Warszawa: 1972, s. 279.
  • Kaczmarek Romuald, Witkowski Jacek. Gotyckie epitafia obrazowe na Śląsku. Zarys katalogu. W: Sztuki plastyczne na średniowiecznym Śląsku III. Poznań-Wrocław: 1990, s. 87-118, s. 106. (cBW 27)
  • Klose Samuel Benjamin. Samuel Benjamin Klose's Darstellung der inneren Verhältnisse der Stadt Breslau vom Jahre 1458 bis zum Jahre 1526. Opracowanie Stenzel Gustav Adolf. Breslau: 1847, s. 380. (cBW 44)
  • Pusch Oskar. Die Breslauer Rats- und Stadtgeschlechter in der Zeit von 1241 bis 1741. Bd 3 (L-R). Dortmund: 1988, s. 40.
  • Schellenberg Alfred. Schlesisches Wappenbuch. Görlitz: 1938, s. 84. (cBW 4)